Zuflucht geben – gemeinsam hoffen

Donnerstag, 04.06.2026, ,

„Zuflucht geben – gemeinsam hoffen“: Wanderausstellung zum Thema Kirchenasyl ab 4. Juni in Bonn

Die Ausstellung „Zuflucht geben – gemeinsam hoffen“ zum Thema Kirchenasyl, seine Hintergründe, seine Bedeutung und Wirkung wird vom 4. Juni bis 19. Juli 2026 in verschiedenen katholischen und evangelischen Kirchengemeinden auf dem Bonner Stadtgebiet zu sehen sein.Die ökumenische Ausstellung zeigt die Perspektive von Geflüchteten, die im Kirchenasyl sind und waren anhand von neun Roll-ups mit Portrait-Fotos und Texten über die Fluchtgeschichte und Erfahrungen von Familien und Einzelpersonen. Im Mittelpunkt stehen also Menschen auf der Flucht, die ihre Erfahrungen der Entrechtung erzählen und darin als Subjekte ihres Handelns vorgestellt werden. Zudem gibt es Informationen über die Praxis des Kirchenasyls und Akteure der Kirchenasylarbeit.Das Kirchenasyl wird hierbei als eine christliche Praxis der Gastfreundschaft und besonderer Schutzraum für Geflüchtete von Gemeinden vorgestellt. Wir möchten Sie dazu einladen, Berührungsängste angesichts der zunehmend angespannten asylpolitischen Situation zu überwinden und sich mit Flucht und individuellen Notlagen auseinanderzusetzen.

Räume öffnen für Begegnung und Gespräch

„Die Ausstellung öffnet unsere Kirchenräume für Begegnung und Gespräch; auch über das manchmal strittige Thema „Kirchenasyl“. Sie kann dazu beitragen, dass wir gemeinsam weiter darüber nachdenken, wie wir auch künftig Verantwortung übernehmen für Menschen, die Asyl suchen vor der Grausamkeit, die ihnen droht“, so Superintendent Dietmar Pistorius und Stadtdechant Dr. Markus Hofmann in ihrem Grußwort zur Ausstellung.

Die Ausstellung kann während der jeweiligen Öffnungszeiten in den Gemeinden besucht werden. Wir freuen uns besonders über interessierte Gruppen aus Kirche, Schule und Interessierte aus der Stadtgesellschaft. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen haben oder etwa eine Führung wünschen.

Wo zu sehen in Bonn?

04.06. – 12.06. in St. Thomas Morus (Bonner Norden)
Pommernstrasse 1, 53119 Bonn

13.06. – 14.06. in St. Rochus (Bonner Norden)
Rochusstraße 223, 53123 Bonn

15.06. – 21.06. in St. Albertus Magnus / Bonn Bad Godesberg
Albertus-Magnus-Str. 37, 53177 Bonn Bad Godesberg

22.06. – 28.06. in der Evang. Trinitatiskirchengemeinde Bonn Endenich
Brahmsstraße 14, 53121 Bonn

29.06. – 11.07. in der Evang. Kirchengemeinde Beuel
Am Weidenbach 21, 53229 Bonn

12.07. – 19.07. in der Evang. Kirchengemeinde im Bonner Westen: Matthäikirche
Gutenbergstraße 10, 53123 Bonn

Im Rahmenprogramm finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die Sie hier in der Übersicht finden: Standorte und Veranstaltungen in Bonn

Plakat zur Ausstellung im Juni und Juli 2026 in Bonn

Ansprechpersonen:
Carina Pfeil, Leiterin der Geflüchtetenarbeit und Ehrenamtskoordinatorin der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur, c.pfeil@bonn-evangelisch.de
Konstanze Nolte, Integrationsbeauftragte / Aktion Neue Nachbarn im Stadtdekanat Bonn, konstanze.nolte@erzbistum-koeln.de

Infos zur Ausstellung: https://www.kirchenasyl-nrw.de/wanderausstellung

Hier das Grußwort des Superintendenten Dietmar Pistorius und des Stadtdechanten Dr. Markus Hofmann im Wortlaut:

„Zuflucht geben – gemeinsam hoffen“

Unter dieser Überschrift zeigen wir vom 3.6. bis 19.7.2026 in Bonn die Wanderausstellung zum Thema „Kirchenasyl“ des ökumenischen Netzwerkes Asyl in der Kirche in NRW e.V. Dass die Ausstellung in unterschiedlichen Räumen präsentiert wird, ist für uns nicht nur ein Zeichen dafür, dass Kirchenasyl an vielen Orten in unserer Stadt „geschieht“, sondern vor allem Ausdruck einer gemeinsamen und breiten Verantwortung, die wir ökumenisch teilen: für Menschen in existenzieller Not, für die Würde jedes einzelnen Lebens und für eine Gesellschaft, die sich an Recht und Barmherzigkeit gleichermaßen orientiert.

Kirchenasyl steht dabei in einer langen Tradition christlicher Schutzräume. Es ist ein Dienst am Menschen – getragen von der Überzeugung, dass es Situationen gibt, in denen Gewissen und Glaube uns dazu rufen, innezuhalten, genau hinzusehen und im Einzelfall Verantwortung zu übernehmen. Die Geschichten, die in dieser Ausstellung erzählt werden, machen deutlich, dass es dabei nicht um abstrakte Fragen geht, sondern um konkrete Schicksale, um Hoffnung, Angst und die Sehnsucht nach einem sicheren Leben.
Dankbar sind wir für die breite ökumenische Zusammenarbeit, die dieses Projekt trägt: im Netzwerk „Kirchenasyl in Bonn“, zwischen Stadtdekanat und Kirchenkreis und in der Vernetzung der Gemeinden, die Kirchenasyl gewähren. Dieses Engagement von Haupt- und Ehrenamtlichen macht deutlich, wie verantwortungsbereit und wirksam unsere Kirchen sind.

Die Ausstellung öffnet unsere Kirchenräume für Begegnung und Gespräch; auch über das manchmal strittige Thema „Kirchenasyl“. Sie kann dazu beitragen, dass wir gemeinsam weiter darüber nachdenken, wie wir auch künftig Verantwortung übernehmen für Menschen, die Asyl suchen vor der Grausamkeit, die ihnen droht. Wir wünschen der Ausstellung viele Besucherinnen und Besucher, gute Gespräche und Impulse, die weiterwirken.
Herzlichen Dank allen, die diese Ausstellung vorbereitet und möglich gemacht haben. Gottes Segen begleite dieses gemeinsame Engagement.“

(08.05.2026 / C. Pfeil / ger)

Donnerstag, 04.06.2026