Das Bibelprojekt

Freitag, 27.03.2026, 19.00 Uhr, Emmaus-Kirche

Kohelet: Einer, der uns versteht Wenn man fröhlich sein will, bereite man ein gutes Essen, und Wein bringt Heiterkeit ins Leben. Geld macht beides möglich. (Prediger 10,19)

Die Bibel ist ein Wunderwerk! Sie strotzt nur so vor tiefgründiger Poesie, spannenden Geschichten, anregenden Predigten und praktischer Lebensweisheit. Die Heilige Schrift umfasst eine ganze Bibliothek. Eines ihrer Werke, das vergleichsweise schmale Buch Kohelet (das auch Prediger Salomo genannt wird), bietet seit mehr als 2000 Jahren erfahrungsgesättigte Weisheit. Der Mann schwadroniert nicht abstrakt, er beobachtet die Welt und zieht seine Schlüsse. Die bringt er in markante Sinnsprüche. Nehmen wir nur den oben zitierten: Essen und Trinken sind Ausdruck von Lebensfreude. Der Realist ergänzt: Ohne Moos nix los.

Das heißt allerdings keineswegs, Kohelet wäre der Vertreter einer Wohlfühlphilosophie. Ganz im Gegenteil, er legt eine radikale Abrechnung mit dem religiösen Grundsatz seiner Zeit vor, der bis ins Heute hineinreicht: dass das, was wir tun, in einem unmittelbaren Zusammenhang steht zu dem, wie es uns ergeht. So ist es gerade nicht, so lautet keine göttliche Ordnung!

Religiöse Spekulationen oder lyrische Hymnen an den Schöpfer sucht man bei Kohelet vergebens. Das ist die eigentliche Pointe: Obwohl alles so ist, wie es ist, glaubt der Prediger an Gott. Gott ist da, die Welt nimmt ihren Lauf. Daraus leitet sich vernunftgemäßes Verhalten ab. Und fertig.

Bibelprojekt heißt: Wir nehmen uns rund zwei Stunden Zeit und lesen das ganze Buch vor – mit verschiedenen Stimmen, aus unterschiedlichen Übersetzungen. Zwischendurch gibt es Musik und Lieder.

Zum Zuhören sind alle eingeladen! Wer hat Lust vorzulesen?
Bitte bis zum 20. März bei mir melden:
Pfarrer Georg Schwikart, E-Mail:

Freitag, 27.03.2026
19.00 Uhr
Emmaus-Kirche